Über die Produktion von Kriegslust

Dieser Text soll kluge Journalist_innen dazu motivieren, sich mit politischer und militärischer Propaganda kritisch auseinanderzusetzen und die Motive, Hintergründe und Wirkungen von Negativ-Kampagnen wie den hier erwähnten zu hinterfragen. Hasskampagnen mit destruktiver Zielsetzung sind ein gesellschaftliches und soziales Problem. Wir steuern nämlich nicht erst auf einen Weltkrieg zu, es wird bereits in Massen gestorben. Aber nicht in Deutschland, in Deutschland stirbt zuerst die Menschlichkeit und jede Vernunft. Mich macht das sehr zynisch und wütend, aber ich bin auch keine Journalistin. Während wir in Deutschland vor irrationaler Angst vor vermeintlichen Bedrohungen zittern, sterben Kinder, Frauen und Männer in einer anderen Ecke der Welt im Bombenhagel. Da gibt es keine Zwischentöne, sondern nur Empathie oder keine. Wie schnell aus weißen Bildungsbürger_innen, die wegen Tweets Auszeiten brauchen und Kritik als Rufmord erleben, innerhalb weniger Tage komplett gefühlskalte Warlords werden, erschreckt uns immer wieder. Vielleicht liegt es daran, dass es leicht ist, einen Krieg zu billigen, wenn man den Abzug nicht drücken muss. Oder es ist purer Rassismus, der das Mitgefühl mit „anderen“ unterbindet. Möglicherweise liegt es aber auch daran, dass den Konsumierenden in der begleitenden medialen Kriegsführung systematisch jede Empathie für die „Feinde“ aberzogen wird und nur noch die Staatsräson beim Mitleid performen für die sympathischeren Opfer hilft. Wahrscheinlich ist es einfach eine Mischung aus allem.

Schon 2015 war es mit den Fakenews in D ziemlich schlimm. Angeblich wurden ganze Streichelzoos geschlachtet, vor Ort gegrillt und die flauschigen Babytiere verspeist. Es ging um Nutztiermord in einem Tiergehege, das es schon seit Jahren vor dem angeblichen Schlachtefest nicht mehr gab. Menschen bangten trotzdem komplett ignorant um die Kehlen ihrer Haustiere und forderten einen Einwanderungsstopp. Nur sichere Grenzen schützen vor dem nächsten Ziegenmord. Zu jedem Spatenstich auf irgendeiner Brachfläche setzte jemand das Gerücht in die Welt, dort entstünde jetzt ein Flüchtlingslager. Jedes noch so blöde Gerücht ging viral. Gebaut wurde dann ein neuer Baumarkt und es floß wieder viel Geld in die Festung Europa. Tote und vergewaltigte Frauen säumten laut Internet die Straßenränder und überfüllten stehende Gewässer. Es wurden Opfer betrauert, die es nie gab. Grausame Zeiten, der Horror lebte im Netz und die Menschen wollten einfach nicht aus dem Fenster sehen. Die Deutschen wollten Angst haben, Angst vor grausamen, fremden Menschen, die angeblich stets und ständig vor ihrer Tür warteten, um ihnen und ihren Lieben Gewalt anzutun. Mit Tür meinten sie dann irgendeine Grenze. Die tatsächliche Welle der Gewalt kam von rechts und aus der bürgerlichen Mitte und richtete sich gegen Geflüchtete und die Idee von Zuwanderung und Asyl. Diese Angst vor den Fremden, befeuert durch irre Gerüchte, war der Motor rassistischer Straßen- und Internetmobilisierungen, Auslöser rechter und rassistischer Gewalt, und Treibstoff für den Erfolg der AfD im Osten.

Es brach eine komplett irrationale Angst aus, die immer zu falschen politischen Entscheidungen führt und Menschen zu gefühlskalten Monstern werden läßt. Ein solches Angstszenario explodiert auch jetzt. Unter den Hashtags #thewestisnext oder #westisnext wird propagiert, dass ein Gewaltausbruch wie am 7.10.2023 in Israel, auch im Westen bevorstünde. Wenn WIR (gemeint sind Europäer) unsere Kinder nicht dem sicheren Tod überlassen wollen, müssen wir mit jeder Faser unseres Körpers den Krieg ideologisch und materiell, sowie politisch unterstützen. Unsere Solidarität mit diesem Krieg wird durch unsere Angst vor einem „gemeinsamen“ Feind erzwungen. Diese Angst legitimiert auch die derzeit massive Repression gegen jede Form von Palästinasolidarität. Es geht um Feindmarkierung und Abwehr. Es geht darum, uns klar zu machen, was uns blüht, wenn wir uns gegen staatliches Handeln zur Wehr setzen. Diese Angst, die zuerst jede staatliche Gewalt legitimieren muss, wird als Politstrategie produziert. Sie ist das erhoffte Ergebnis einer professionell erdachten und medial mit viel Geld und Reputation unterstützten PR-Kampagne der Firma ACTNews:

Die Botschaft: Weil in Israel massive Gewalt passiert ist, passiert die demnächst auch hier. Ganz Europa soll sich vor Muslimen fürchten. Der Westen ist nämlich als Nächstes dran, das ist die Parole. Welche Bedrohung damit gemeint ist, muss dabei nicht konkret benannt werden. Die Gewalt der Hamas trifft Israel in dieser Erzählung zufällig, ohne jeden Kontext, ohne jede Ursache. Aber Solidarität mit Israel ist in Deutschland Staatsräson. Damit teilen wir uns auch die Feindschaft. Israels Feinde, sind nun auch unsere. Und der Deutsche hat einfach gern Angst, bevor er schießt. Rechte, Rassisten und Nazis sind die Zielgruppe dieser Kampagne. Wir befinden uns mitten in einer rassistischen Mobilmachung. Schon wieder.

Da wir uns schon längere Zeit mit Hintergründen, Beschaffenheit, Zielsetzung und Machart rassistischer Mobilmachungen in den sozialen Netzwerken und darüber hinaus beschäftigen, interessiert uns die gegenwärtige Angstproduktion als Politikum. Wie wird Angst produziert, bei wem zieht welches Narrativ und warum? Und welche politischen Schwierigkeiten ergeben sich daraus? Was sind mögliche Folgen? Wie müssen wir als Linke mit forcierten Ängsten umgehen? Wer steckt überhaupt hinter der Kampagne #westisnext?

Auf der dazugehörigen Website steht im Impressum die Firma ACTNews:

Die Firma ACTNews wurde von Moshe Klughaft und Miri Michaeli gegründet:

  • Miri Michaeli ist eine führende Nachrichtenfrau und investigative Journalistin, die zu einer der einflussreichsten Frauen Israels ernannt wurde. Sie war Korrespondentin für auswärtige Angelegenheiten, berichtete über die Nachrichten in Europa, moderierte die wichtigsten Wahlsendungen und interviewte im Laufe der Jahre weltweit führende politische Persönlichkeiten, darunter den britischen Premierminister Boris Johnson und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, sowie viele Hollywoodstars darunter Meryl Streep, Woody Allen, Helen Mirren, Adam McKay, Mark Raffaello, Ben Stiller und mehr 1.
  • Moshe Klughaft ist ein internationaler strategischer Berater und Kampagnenmanager, der Dutzende von führenden Persönlichkeiten der Welt beraten hat. Er arbeitete für den ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Christian Kern. Kerns Wahlkampf blieb in Erinnerung, weil der politische Gegner – Sebastian Kurz von der ÖVP – mit gefälschten Facebook-Accounts diffamiert wurde. Dem ukrainischen Ministerpräsidenten, Petro Poroschenko, half Klughaft mit einem zweifelhaften Wahlkampfvideo. Das Video zeigt etwa Poroschenkos Rivalen, wie er von einem Lastwagen überrollt wird – bis nur noch eine Linie Kokain von ihm übrigbleibt. Klughafts aggressive und kreative Kampagne verhalf der rumänischen Mitte-Links-Sozialdemokratischen PSD-Partei im Jahr 2016 zu einem Erdrutschsieg. In Georgien wiederum half Klughaft 2018 im Präsidentschaftswahlkampf aus – diesmal gegen den Oppositionskandidaten, der von Ex-Präsident Micheil Saakaschwili unterstützt wurde. „Nein zum Bösen!“ lautete ein simpler Slogan, dazu sah man auf Plakaten Saakaschwili auf blutrotem Hintergrund. Er arbeitete auch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Netanyahu und Bennett und anderen zusammen. In Israel ist Klughaft bekannt für Attacken auf Linke – etwa ein skandalöses Video, das Menschenrechts-Aktivisten als ausländische „Maulwürfe“ diffamierte.  Angeblich soll Klughaft auch Martin Schulz (SPD) und das deutsche Außenministerium beraten haben. Klughaft ist aber noch mehr, denn er gilt als Experte für Negativ-Kampagnen im Trump-Stil: Er war der Chefstratege Naftali Bennets für die Siedlerpartei „Jüdisches Heim“, die Teil der israelischen Regierung ist. Die Partei ist dafür bekannt, dass sie die Zwei-Staatenlösung ablehnt, und wurde wiederholt für Homophobie kritisiert. Das Forbes-Magazin hat ihn zum zweiteinflussreichsten strategischen Berater in Israel und zu einem der 300 einflussreichsten jungen Erwachsenen gekürt. Von der „Jerusalem Post“ wird Klughaft zu den 50 einflussreichsten Juden in Israel 2020 gezählt. Die israelische Zeitung „Jerusalem Post“ beschreibt Klughafts Kampagnenstil als „machohaft“ und „Trump-esk“ 1.

Klughaft schrieb im Mai 2021 für die Jerusalem Post das Drehbuch für den gegenwärtigen Informationskrieg 2:

„In den letzten Jahren kam es zu unzähligen Terroranschlägen „mit freundlicher Genehmigung“ von ISIS und anderen. In Brüssel kam es zu einem Anschlag auf den Flughafen und auf das Jüdische Museum. In Frankreich gab es den Anschlag auf das Bataclan, den Anschlag auf den jüdischen Supermarkt und den Anschlag auf das satirische Wochenmagazin Charlie Hebdo. Auch in Großbritannien, Dänemark, Spanien und vielen weiteren europäischen Ländern gab es unzählige Angriffe. Terroranschläge auf Rockshows, Weihnachtsmärkte, und sie wurden mit Schüssen, Fahrerflucht, Messern und allem, was den Terroristen sonst noch zur Verfügung steht, verübt. Diese Angriffe sind tief in der europäischen Psyche verankert.

Als ich nach einem der Anschläge zu Weihnachten Wien besuchte und kurze Betonpoller sah, die zur Sicherheit und Kontrolle von Menschenmengen an den Eingängen lokaler Märkte dienten, verstand ich es und war traurig darüber, dass sich die Dinge für immer verändert hatten. Trotz der Traurigkeit bringt diese neue Realität große Chancen mit sich.

Die Welt hat sich verändert und so müssen auch wir unsere Hasbara-Bemühungen anpassen.“

Moshe Klughaft, „Our Hamas is your ISIS: How Israel’s hasbara needs to change – opinion“, Jerusalem Post, 21.05.2021


ActNews ist, laut Selbstbeschreibung, ein Unternehmen, das KI-Technologien entwickelt, um Nachrichten schnell und mit erheblichen Kosteneinsparungen zu produzieren. Mehr hochwertige Inhalte sollen in kürzerer Zeit und zu geringeren Kosten angeboten werden.

Als Investoren von ACTNews gelten:

  • Yoram Bauman, Strategischer Berater und Präsident der Publicis Group in Israel
  • Ron Zuckerman, vom Weltwirtschaftsforum zu einem der 50 einflussreichsten Technologiepioniere gewählt
  • Ofer Krezner, Unternehmer und Geschäftsmann. Honorarkonsul der Ukraine in Israel
  • Mark Hager, Der Mann mit dem Midas-Touch: Gründungspartner von Regah Ventures, einem Boutique-VC-Unternehmen mit Sitz in New York City
  • Ofer Yanay, Inhaber von Nofar Energy und Teil des Basketballteams Hapoel Tel Aviv


Die Aufgabe des Unternehmens ACTNews ist die Bereitstellung niedrigschwellig, schnell verfügbarer und leicht einzubindender Inhalte, die schnell und mit erheblichen Kosteneinsparungen produziert werden. Prominente Beispiele für diese billigen Produktionen sind diese zwei Webseiten:

1) https://www.westisnext.org
Auf dieser Webseite werden emotionalisierende grausame Video-Clips in mehreren Sprachen und regionalen Bezügen und der Botschaft bereitgestellt: Der Westen ist als Nächstes dran. Die Aufforderung an die Lesenden lautet, diese Inhalte in den sozialen Netzwerke zu teilen. Diese Botschaften sind auf Plattformen wie tiktok, whatsapp, telegram, instagram, youtube, facebook und twitter mit jeweils eigenen Kanälen zu finden, können aber auch jederzeit von der Webseite heruntergeladen und verbreitet werden. Das Impressum weist auf ACTNews hin.

2) https://www.thewestisnext.org
Diese Webseite kommt ohne Impressum aus und ist interaktiv. Nach der Auswahl einer europäischen Hauptstadt (+Tokyo) und eines Datums (nach dem 7.10.2023) ertönt Sirenenlärm, es werden Bombenabwürfe simuliert und es wird in jeweils rot markierten Bereichen, um eine vermeintliche Bombenabwurfstelle im jeweiligen Stadtgebiet, zum Betreten der benannten Schutzräume aufgefordert. 
Beim Betreten der Webseite in der mobilen Version erscheint ein Popup mit folgendem Hinweis:
„Am 7. Oktober fielen Tausende Hamas-Terroristen in den Süden Israels ein. Sie verübten Gewalttaten, darunter Folter, Mord und Entführung von Männern, Frauen und Kindern. Gleichzeitig feuerten sie Raketen auf große Zivilstädte in Israel ab. Diese Website dient als reales Beispiel für Raketenangriffe, denen Israel seitdem ausgesetzt ist.“

Solche Kampagnen kommen ohne viel Material- oder Personaleinsatz aus. Durch Bildsprache wird ein unbestimmtes Publikum motiviert, von sich aus und ohne Bezahlung, als Ausdruck ihrer selbstbestimmten Teilhabe an politischer Meinungsbildung, die angebotenen und leicht zugänglichen Werkstücke politischer Propaganda zu verteilen. Aus freien Stücken. Zur Manifestation der eigenen Meinung. Es braucht dafür keine Trollfarmen oder Armeen von Bots. Das machen die Konsumenten autonom, weil sie in politischen Debatten teilnehmen und auf sozialen Plattformen überzeugen wollen. Alles, was die eigene Haltung unterstützt, hilft der Argumentation und wird als legitime Begründung präsentiert. Menschen wollen, ganz im Sinne ihrer Ideologie, ihre »Vorstellung« des imaginären Verhältnisses zu ihren realen Existenzbedingungen, in anderen Medien finden, abbilden und damit ihre eigene Haltung manifestieren.

Wir sagen nicht, dass dieses Überangebot an herrschaftsgefälliger Propaganda ein Alleinstellungsmerkmal der israelischen Politik ist. Solche Kampagnen führt jeder moderne Staat und erst recht im Krieg. Auch Moshe Klughaft arbeitet für jene, die ihn bezahlen, von ganz rechts bis links außen, in der Ukraine, Ungarn, Deutschland und Israel. Und es gibt viele andere Firmen, die schmutzige (Wahlkampf-)Kampagnen bis zur hybriden Kriegsführung ver- und betreiben. Die notwendige Unterstützung in der Bevölkerung eines jeden Staates im Krieg stellt den Nachschub an Kanonenfutter, die Kriegsproduktion und die Absicherung der Macht sicher. Jeder Krieg ist in der Moderne auch immer ein Informationskrieg. Das zu durchschauen, ist kein Hexenwerk. Aber wenigstens dürfen sich mordlüsterne, rassistische Arschlöcher in D, die im Rassismus gefestigt und von ihrer Couch aus, überfüllte Krankenhäuser in Kriegsgebieten bombardieren möchten, bitte zukünftig nicht mehr auf ihren inszenierten „Rechtfertigungen“ ausruhen. Diese Rechtfertigungen werden nämlich professionell produziert. Zum derzeitigen nationalistischen Kriegsgebrüll in D passt dann auch, dass in jüngster Zeit auch über ein Raketenschild für Deutschland nachgedacht wird 3 und ein solches mittlerweile bereits gekauft ist 4. Für militärische Aufrüstung ist die gegenwärtige Angst ein Geschenk.

Ihr, die ihr noch ein Herz und Verstand habt: Baut eine Gegenöffentlichkeit auf. Nutzt – zB- dafür einen gemeinsamen Hashtag: #debunkHasbara (für internationale Veröffentlichungen) und #Angsttötet (für Veröffentlichungen, die sich an ein deutsches Publikum richten). Über Hashtags lassen sich Kampagnen bündeln. Klughaft weiß das, #metoo beweist es. Entlarvt die Lügen, Mythen, FakeNews und Falschinformationen. Zeigt der Propagandamaschine den Stinkefinger. Seid nicht die unkritischen Konsumenten der Kriegstreiberei. Seid kein mordgeiles Kanonenfutter. Sondern werdet jene, die wenigstens den Informationskrieg stoppen können und auf der richtigen Seite stehen.

Verteidigt bitte nicht (mit Hass bis unter den Scheitel bewaffnet) irgendeinen metaphorischen Streichelzoo gegen die Hungrigen, weil euch der Gedanke an imaginäre Zicken so sehr erbost, dass ihr Menschen töten wollt. Sondern guckt, ob der Streichelzoo überhaupt noch existiert und die zu rettenden süßen Babyzicklein nicht vielleicht auch nur eine Horde getarnter brutalisierter Kleinbürger_innen mit Hasskappe und einem besonderen Hang zur schmutzigen Propaganda sind.



PS
Um die professionelle Produktion von Kriegslust bis zur naiven Weitergabe von FakeNews zu durchschauen, helfen euch Seiten wie diese:
https://hasbarabuster.quora.com

Foto: Quelle



Fußnoten:

  1. https://www.news.at/a/investigativ-kanzler-kerns-pizza-maenner-8263921 ↩︎
  2. https://www.jpost.com/opinion/our-hamas-is-your-isis-how-israels-hasbara-needs-to-change-opinion-668689 ↩︎
  3. https://www.merkur.de/politik/raketenschild-deutschland-arrow-3-kauf-israel-usa-bundeswehr-technik-schutz-92177002.html ↩︎
  4. https://www.focus.de/politik/deutschland/arrow-3-soll-fast-vier-milliarden-euro-kosten-jetzt-bekommt-auch-deutschland-seinen-iron-dome_id_195941864.html ↩︎